Kleine Geschichte zum Schloss Rothestein
Im Stil der aus England kommenden Neo-Gothik, wurde im Jahre 1891 mit dem Bau des Schlosses begonnen. Der Freiherr von Gilsa, er war zeitweise auch Theaterinendant in Kassel, erfüllte sich damit den Wunsch, ein Schloss in einer landschaftlich herrlichen Lage zu besitzen.
Zuerst wurde die Schlossgärtnerei am Fuße des Berges erbaut. Der Freiherr konnte somit den Bau seines Schlosses überwachen.
Der Fels auf dem das Schloss steht, ist roter Sandstein. Daher auch der Name des Schlosses "Rothestein", abgeleitet vom roten Sandstein.

Nach vier Jahren Bauzeit, waren zwar einige Räume fertig, der Bau geriet aber ins stocken. Als nach weiteren drei Jahren das Schloss immer noch nicht fertig war, beschloss er das Anwesen an den Englischen Baron von Knoop zu verkaufen. Dieser vollendete dann das Bauwerk. Als Fabrikant von Maschinen zur Verarbeitung von Wolle, hatte er noch einen Wohnsitz in Manchester. Die Kinder ließ die Familie in Deutschland erziehen. Im Jahre 1911 wurde das Schloss durch einen Anbau erweitert.

Im Laufe der Jahre gab es wechselnde Besitzer. Zur Zeit der Familie von Lüninck wurde erstmals im Jahre 1928 in der Schlosskapelle ein katholischer Gottesdienst abgehalten.
Der jetzige Eigentümer ist Herr Theo Becker, der das Anwesen im Jahre 1995 dem damaligen Eigentümer, einen Herrn Peter Schlembach, abkaufte.
In den Folgejahren, begannen Handwerker damit im inneren vom Keller bis zum Dach, das Bauwerk langsam zu sanieren. Aus aktueller Sicht, wird noch viel Zeit und viel Kapital aufgewendet werden müssen.
Die Schlossterrasse ist der Anfang der aufwendigen Sanierung, gefolgt vom Ausbau der Pferdeställe damit im Winter der Gastronomische Betrieb weiter laufen kann. Im Erdgeschoss des Schlosses werden die Räumlichkeiten für Feierlichkeiten jeder Art errichtet. Folgen werden Fremdenzimmer und Suiten im Schloss.
Das Standesamt hat eine Außenstelle im Schloss errichtet, und die ersten Trauungen fand am 15.05.2010 statt.